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Urgent Action

19.02.2016

Usbekistan: Aramais Avakian inhaftiert und gefoltert

Der usbekische Fischzüchter Aramais Avakian ist am 19. Februar in einem unfairen Gerichtsverfahren zu einer siebenjährigen Haftstrafe verurteilt worden, weil er "verfassungsfeindliche Aktivitäten geplant" haben soll. Er war seit dem 4. September 2015 inhaftiert und wurde in Haft gefoltert.

Der Fischzüchter Aramais Avakian ist am 19. Februar zu einer siebenjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Die Anklagen lauteten auf die Planung verfassungsfeindlicher Aktivitäten, Sabotage, Herstellung oder Verbreitung von bedrohlichen Materialen, Mitgliedschaft in einer extremistischen religiösen Organisation und Diebstahl (jeweils Paragrafen 159, 161, 244 und 169 des usbekischen Strafgesetzbuchs). Aramais Avakian bestreitet alle Vorwürfe. Die letzte Anhörung vor dem regionalen Strafgericht in Dzhizakh im Nordosten Usbekistans dauerte nur gut eine Stunde. Aramais Avakians Ehefrau wurde der Zutritt zum Gerichtssaal verweigert, und Amnesty International vorliegenden Informationen zufolge wurde seinem Rechtsbeistand drei Tage vor der Anhörung die Anwaltslizenz entzogen. Ein Familienangehöriger eines Zeugen der Staatsanwaltschaft gab an, der Zeuge sei geschlagen und dazu gedrängt worden, den Angeklagten zu belasten. Aramais Avakian will gegen das Urteil Rechtsmittel einzulegen. Sie können Aramais Avakian hier unterstützen.